Der Erfolg eines Unternehmens hängt in erster Linie von deren Produkten und Dienstleistungen ab. Ein nicht zu vernachlässigender Teil des Erfolges basiert jedoch auf einer guten Finanzkommunikation. Im nachfolgenden Teil wird die Konzeption der Finanzkommunikation beschrieben. Darin wird erläutert was zu beachten ist und welche Maßnahmen erforderlich sind um die Beziehungen zu Banken und Lieferanten langfristig zu verbessern.
Erstellung der Konzeption einer erfolgreichen Finanzkommunikation
Um die zukünftige Struktur der Finanzkommunikation zu erstellen, ist der "Status quo" zu ermitteln. Wichtig ist sich ehrlich zu machen, ob überhaupt eine Finanzkommunikation vorhanden ist oder nicht. Wenn sie vorhanden ist, ist sie zu bewerten hinsichtlich Quantität und Qualität. Dies ist nun der Ausgangspunkt für die Neukonzeption.
Darstellung des Unternehmens
Alle Unternehmensdaten werden in einer Arbeitsmappe dokumentiert und analysiert. Ist dies erfolgt, wird diese Unternehmensmappe periodisch aktualisiert. Dies sollte für die Gesamtmappe jährlich erfolgen. Einzelteile wie monatliche Betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA) sollten separat aktualisiert werden.
Inhalte der Unternehmensmappe:
Diese Aufzählung ist nicht umfassend, sie zeigt jedoch die wichtigsten Inhalte.
Diese Unternehmensmappe ist der Ausgangspunkt für den Aufbau einer aktiven Finanzkommunikation.
Optimierung der Bankbeziehungen
Die Banken sind die wichtigste Gruppe innerhalb einer Finanzkommunikation. Sie sind oftmals die größten Gläubiger der Unternehmen. Mit ihren Krediten finanzieren sie Investitionen sowie den laufenden Geschäftsbetrieb. Wichtig ist die Führung des Girokontos. Oftmals werden durch hohe Überziehungskredite Aufträge und Dienstleistungen vorfinanziert.
Die kreditgebenden Banken haben somit das größte Interesse an der aktuellen Lage des Unternehmens und deren weiteren Entwicklungen.
Regelmäßige persönliche Besprechungen
Wichtig ist, dass das Unternehmen von sich aus reglmäßige Besprechungen anregt und anbietet.
"Nichts ist so wichtig wie gute Beziehungen."
Dies gilt gerade für die Beziehungen zu den kreditgebenden Banken. Die Kundenbetreuer bei den Banken schätzen es, wenn die Unternehmensvertreter aktiv auf sie zugehen und ihnen Gespräche anbieten, und zwar regelmäßig.
Einreichung von Unternehmensdaten
Die Einreichung aktueller Unternehmensdaten, Bilanz mit GuV, mtl. BWA etc., sollte unmittelbar nach Vorlage erfolgen. Dies erzeugt bei den Banken ein Vertrauen in die zuverlässigkeit des Unternehmens und deren Vertreter.
Die eingereichten Daten sollten im Unternehmen analysiert werden, somit ist man in den persönlichen Gesprächen gut vorbereitet.
Erstellung von Zukunftsprognosen
Unternehmensdaten wie Bilanzen oder BWA sind vergangenheitsbezogen, wichtig für Kreditgeber sind zudem zukunftsorientierte Daten. Jedes Unternehmen sollte zukünftige Plandaten erstellen und diese regelmäßig überprüfen.
Finanzkommunikation mit den wichtigsten Lieferanten
Hier reicht es, wenn die wichtigsten Lieferanten über die Unternehmenslage informiert werden. Hierbei reicht es, wenn die wichtigsten Unternehmensdaten mitgeteilt werden.
Bestehen bei einigen Hauptlieferanten hohe Lieferverbindlichkeiten ist ebenso wie bei den Banken eine ausführliche Darstellung der Unternehmensdaten vorteilhaft.
Fazit
Die Erstellung einer Unternehmensmappe und die Einreichung von Unternehmensdaten sind die wichtigsten Elemente einer Finanzkommunikation. Daneben ist der regelmäßige persönliche Kontakt und die Besprechung der Bilanzen und BWA der Schlüssel für eine erfolgreiche Finanzkommunikation.